Heute hatten wir bei uns in der Gemeinde ein Premiere. Die Aktion „Jugend auf die Kanzel“ hat ihren ersten Nachwuchsprediger in unsere Gemeinde geschickt.
Dave war da und erzählte was zu Jakobus 1, 2-18 und sprach von Glück und Tod. Ganz klassisch war der Inhalt in drei Teile aufgeteilt und die Schwerpunkte wurden von verschiedenen Seiten beleuchtet.
Was mir besonders durch den Kopf gegangen ist war, dass wir alle sterben müssen. Gut, nichts neues. Aber dann sprach Dave davon, dass wir irgendwann vor unseren Schöpfer treten werden. Vielleicht sitzen wir auf einem Stuhl und uns gegenüber sitzt Gott. Ein helles gleißendes Licht geht von ihm aus und strahlt uns entgegen. Und Gott lächelt. Ich lächle zurück. Ein Beamer geht an und zeigt ein Diagramm mit einer konzanten Linie. An dieser Linie steht „Jesus Christus“. Sein leben war perfekt. Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Dann taucht eine zweite Linie auf. Ein wirres Auf und Ab. Mal ganz nah dran an der Linie, an dem Leben Jesu, dann wieder ganz weit weg. An dieser Linie erscheint mein Name. Oder Deiner? Gott sieht mich an. Er lächelt nicht mehr. Gott fragt mich: Was war los? Du hast doch gesagt, dass du Christ bist. Und doch gab es nur wenige kurze Augenblicke in denen du dich dem Leben Jesu angenähert hast. Du wolltest doch so Leben wie er. Du hast doch gesagt du gehörst zu Ihm.
Auf einmal geht eine Tür auf und ein zweites helles Lich betritt den Raum. Es ist Jesus Christus. Er geht zu Gott und stellt sich neben ihn. Auch er sieht sich die beiden Linien an. Dann schraffiert er den Bereich der zwischen meiner Zick-Zack-Kurve und seiner geraden Linie liegt. Er sieht mich an und sagt:
Diesen Bereich, diese Schuld, alles was du nicht geschafft hast habe ich für dich übernommen. Ich habe bereits am Kreuz für dich bezahlt.
Und Gott lächelt.
Auch jetzt wo ich die Geschichte aufschreibe, kommen mir die Tränen der Erleichterung. Dieser junge „Jugend auf die Kanzel“-Kandidat hat mir so deutlich vor Augen geführt, was für ein riesiges Glück ich habe. Ich darf mit Ihm sprechen und darf ihn mein Freund und Vater nennen. Er hat für mich den ganzen Mist meines Lebens übernommen, damit ich eines Tages eine Chance habe in den Himmel zu kommen.
Vielen Dank an den Prediger.